Koppelpfetten im Holzhallenbau

Koppelpfetten im Holzhallenbau

Im Hallenbau werden kurze über ein Feld aufliegende Sparrenpfetten in der Regel zu einem durchlaufenden Träger ausgebildet. Die überlappenden Stöße werden dabei statisch wirksam zu Koppelpfetten verbunden. Mit Hilfe dieser Kopplung der Sparrenpfetten und der Bildung von Mehrfeldsystemen können kleinere Holzquerschnitte verwendet bzw. höhere Lasten im Vergleich zu Einfeldsystemen bei gleichen Pfettenquerschnitten erreicht werden. Es werden je Anschlusspunkt eine ASSY 3.0 SK Schraube und je nach Belastung ASSYplus VG Schrauben rechtwinklig im Anschlußbereich eingedreht. Ein Vorbohren ist gemäß Z-9.1-614 nicht notwendig. Durch die geringen Randabstände können die Holzquerschnitte schlank gehalten werden was eine Materialersparnis bewirkt. Das aufwändige Ausfräsen für Stabdübel entfällt. Für die schnelle Montage wird lediglich ein starker Akkuschrauber benötigt. Die Pfetten können vom Sägewerk, auf Länge geschnitten, direkt auf die Baustelle geliefert werden. Das Zusammenziehen der Pfetten übernimmt die ASSY 3.0 SK Scheibenkopfschraube. Zusätzliche Spannwerkzeuge sind nicht erforderlich.

Vorteile

  • Optimales Ausnutzen des Holzquerschnitts bzw. geringerer Holzbedarf
  • Sehr effizient; Doppelter Querschnitt an der Stelle der höchsten Beanspruchung
  • Sehr einfaches Handling auf der Baustelle

Bemessungsgrundlagen

Die Bemessung kann mit dem Würth Tabellenbuch Konstruktiver Holzbau erfolgen. Als Grundlage dient die bauseitige statische Berechnung mit Angabe der Koppelkräfte Kyd und Kzd. Für die rechtwinklig eingedrehten Schrauben wird ein Interanktionsnachweis auf Zug und Abscheren geführt. Das Zusammenwirken der verschiedenen Verbindungsmittel (ASSY SK, ASSY VG) wird berücksichtigt.