Querdruckverstärkungen im Auflagerbereich

Querdruckverstärkungen im Auflagerbereich

An Trägerauflagern kann es zur Überschreitung der Querdrucktragfähigkeit der Holzträger kommen. Durch den Einsatz von Vollgewindeschrauben mit Senkköpfen und einer darunter liegenden metallischen Druckverteilerplatte wird diese erheblich gesteigert. Die Steigerung der Querdruckfestigkeit des Auflagers wird durch die Verteilung der Querdruckes über die Metallplatte, die aufliegenden Schraubenköpfe und die Gewindelänge in den gesamten Trägerquerschnitt erreicht.
Die Verstärkung ist sehr einfach und mit minimalem Materialaufwand realisierbar. Die Alternativen sind die Bildung eines größeren Auflagers oder andere umfangreiche konstruktive Maßnahmen. Auflagerverstärkung können mit der Würth techical Software berechnet werden.

Vorteile

  • Kostengünstige und schnelle Verstärkungsvariante
  • Reduktion der erforderlichen Auflagefläche
  • Berechnung mit der Würth technical Software

Bemessungsgrundlagen

Nach DIN 1052: 2008-12 Abschn. 10.2.4 kann die Querdrucktragfähigkeit am Auflager bestimmt werden. Ist diese überschritten kann nach Abschnitt 3.2.3 der bauaufsichtlichen Zulassung die Tragfähigkeit um die Drucktragfähigkeit der eingeschraubten Holzschrauben vergrößert werden. Zusätzlich ist die Querdrucktragfähigkeit an der Schraubenspitze nachzuweisen (siehe hierzu Zulassung Z-9.1-614, Anlage 7).