Würth Open Air History - 2000

Am 22. Juni 2000 war es wieder so weit. Das Würth Open Air stand vor der Tür. Von Donnerstag bis Samstag wurde dem Publikum erneut ein in dieser Region einmaliges, mit Highlight gespicktes Programm geboten. Musikgrößen wie Toto, 10CC oder Chris Norman gaben sich die Klinke in die Hand. Man durfte gespannt sein.

Der erste Tag des Würth Open Airs begann fast schon traditionell klassisch mit Justus Frantz und der Philharmonie der Nationen, aber in diesem Jahr mit einem zusätzlichen Highlight.

Zum ersten Mal in der bisherigen Würth Open Air Geschichte hatte Justus Frantz einen Solisten mit auf das Open Air gebracht und mit Giora Feidmann, dem berühmten Klarinettisten, eine ausgezeichnete Wahl getroffen.

Der Abend war ausverkauft bis auf den letzten Platz. Nach einem vielfältigen, immer wieder überraschenden Programm durch das elegant Justus Frantz führte, nahmen die Begeisterungs- und Bravorufe der 1.500 Besucher am Ende des Konzertes kein Ende trotz leichtem Regen.

Manchmal reichen wenige Buchstaben aus um ein Publikum in Begeisterungsstürme ausbrechen zu lassen. In diesem Fall sieben - BAP, Toto.

Die Kölsch-Rock-Band BAP mit ihrem Frontmann Wolfgang Niedecken versprühte auf der Bühne ihren bekannten Charme. Sie präsentierten eine gelungene Mischung aus Klassikern wie "Nemm` mich med", "Kristallnach" oder "Stell dir vüür" und aktuellen Hits aus ihrem neuem Album "Tonfilm", das sowohl die Fans wie auch die Kritiker gleichermaßen begeistert hat. Deutschrock vom Feinsten für die 5.000 Besucher an diesem Tag.

Toto waren der Top Act des Freitagabend und für den amerikanischen Rock zuständig. Diesen lieferten die mehrfachen Grammy-Gewinner dem Publikum mit langen Gitarrensoli und Welthits wie "Rosanna" oder "Africa". Mit ihrem über zwanzig jährigen Bandbestehen haben die Altrocker von Toto Erfahrung, wie man das Publikum begeistert und das machten sie an diesem Abend.

Am Samstag, dem letzten Tag des Würth Open Airs, jagte ein Highlight das andere. Chris Normann, der Ex-Frontmann von Smokie machte den Anfang. Mit seiner eindrucksvollen, rauchigen Stimme zog er vom ersten Lied an alle Augen und vor allem alle Ohren auf sich. Er stellte sowohl Stücke aus seiner aktuellen CD " Full Circle" vor, lieferte aber auch den wiederum 5.000 Besuchern wunderschöne Klassiker aus der Smokie-Ära.

Doch damit war für den heutigen Tag noch lange nicht genug. 10CC stand als nächster Top Act auf der Würth Open Air-Bühne. Der Bassist Graham Gouldman, der 10CC in den 70ern in Manchester gegründet hatte, zeigte zusammen mit seiner Band ihre musikalische Bandbreite, die von Rock bis Reggae reicht. Hits wie "Dreadlock Holiday", "I'm Not in Love" oder "Wall Street Shuffle" ließen die Stimmung des Publikums immer mehr steigen. Doch wer geglaubt hatte, dass die Stimmung wohl kaum noch besser werden konnte als jetzt, wurde von Huey Lewis and the News eines besseren belehrt. Huey Lewis, der für geradlinigen, starken Rock´n Roll steht und schon mit mehreren Alben in den oberen Plätzen der US Charts vertreten war, trat mit 10-köpfiger Besetzung auf. Neben all seinen Hits wie "Power of Love" oder "The Heart of Rock´n Roll" überraschte er zusammen mit seiner Band mit brillanten Soloeinlagen und stimmgewaltigen A-cappella-Versionen, die das Publikum mit tosendem Applaus belohnte und verhalfen dem vierten Würth Open Air zu einem grandiosen Finale.