Würth Open Air History - 2002

An einem Wochenende im Juni wird Gaisbach zu dem Treffpunkt für alle Klassik-, Pop- und Rock-Fans. An diesem einen Wochenende findet dass Würth Open Air statt. In diesem Jahr nun bereits zum sechsten Mal in Folge und an allen drei Tagen restlos ausverkauft. Vom Freitag, den 21. Juni bis zum Sonntag den 23. Juni 2002 verwandelte sich der Verladehof auf dem Firmengelände zuerst in ein "klassisches" Ambiente und daraufhin in eine rockige Open Air-Atmosphäre.

Der Freitag begann traditionell mit Klassik und Justus Frantz unter freiem Sternenhimmel vor ausverkauftem Haus. Wie im Jahr zuvor hatte er die Sinfonia Varsovia nach Gaisbach mitgebracht. Ein Ensemble, das schon weltweit Auftritte hatte und bereits beim letzten Würth Open Air mit hohem musikalischem Niveau das Publikum für sich gewinnen konnte. Dieses glückte auch in diesem Jahr zweifelsfrei. Werke unter anderem von Ludwig van Beethoven, Brahms, Mozart und der sowohl interessanten als auch leidenschaftlichen Einführung von Justus Frantz in die Welt der klassischen Musik machten den ersten Tag des Open Airs zu einem gelungenen Abend für die rund 1.500 Besucher.

Der Samstag zog mit Auftritten von Sasha und Nena besonders das jüngere Publikum auf das Firmengelände in Gaisbach.

Sasha, einer der angesagtesten Künstler derzeit, hatte erst vor kurzem sein drittes Album "Surfin`on a Backbeat" veröffentlicht, welches genauso Erfolg versprechend klingt wie seine beiden Vorgänger, aber wesentlich rockiger. Und Sasha spielte ein abwechslungsreiches und energiegeladenes Programm mit Charterfolgen wie "You Can Leave The World" oder "I Feel Lonely", aber auch Songs aus seinem aktuellem Album wie "Rooftop" oder "Here she comes again".

Nena ist einfach eine Klasse für sich. Und so verwundert es niemanden, dass während ihrer Show vor der Bühne ein Meer aus klatschenden Händen war und das Publikum Zeile für Zeile bis zum letzten Lied mitsang.

Absolut sehenswert, ebenso wie die darauf folgende Neue Deutsche Welle-Ikone Nena. Nach ihren Erfolgen in den 80er Jahren, hatte sie Stulpen und Stirnbänder abgelegt und trat auf erfrischend lockere Weise vor die rund 5.000 Besucher an diesem Tag. Sie mischte Songs wie "Heute habe ich die Sonne mit dem Mond verwechselt" oder "Dafür ist das Leben zu kurz" aus ihrer neuen sowohl reifen, als auch zeitgemäßen Platte "CHOKMAH" mit ihren Tophits aus den 80er Jahren wie "99 Luftballons", "Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann", "Leuchtturm" und vielen, vielen mehr.

Auch bei Größen wie Status Quo, Leo Sayer und Slade am darauf folgenden Sonntag folgte ein Ohrwurm dem Nächsten. Die rund 5.000 Besucher durften gespannt sein. Die schwere Aufgabe des Ersten übernahm die legendäre Glamour-Rockband Slade. Sie bestanden diese einwandfrei mit powervollem Hardrock zum Mitsingen und heizten dem Publikum damit so richtig ein. Daraufhin folgte Leo Sayer mit sanfteren Tönen und wunderschönen einfühlsamen Balladen wie "More than I can say" und "When I need you", um nur einige von seinen größten Hits zu nennen, die ihn bis heute zu einem der meist gespielten Popinterpreten im Radio gemacht haben. Auf diese Weise spielte sich der Engländer zusammen mit seiner ausgezeichneten Band in die Herzen aller Besucher des Würth Open Airs.

Doch nach den eher ruhigen Songs von Leo Sayer war Partytime mit Status Quo und jeder Menge Rock angesagt. Status Quo - das steht für Millionen von verkauften Platten und über dreißig Jahre Erfolg. Ob bei "What Ever You Want", "Rocking all over the World" oder "In The Army Now", das Publikum tobte und jeder Status Qou-Fan kam an diesem Abend voll und ganz auf seine Kosten.

Im Fazit schloss sich damit das diesjährige Würth Open Air mit fast 11.000 begeisterten Besuchern an die Erfolge der bisherigen Open Airs nahtlos an.