Das Würth Open Air war auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg. Mit insgesamt fast 11.000 Besuchern war das Festival an zwei von drei Tagen ausverkauft. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Insgesamt gingen an diesem heißen Wochenende 13.000 l an Getränken der unterschiedlichsten Art über die Theken.
Wie auch in den letzten Jahren eröffnete Justus Frantz zusammen mit der Philharmonie der Nationen das Würth Open Air am 17. Juni 2005 in Gaisbach. Neben Werken von Ludwig van Beethoven wie der Ouvertüre zu Egmont op. 84 und der Symphonie Nr. 5 c-moll op. 67 faszinierten der Dirigent und sein Orchester mit "Last Night - musikalische Überraschungen". Zu diesem Programmpunkt zählten unter anderem verschiedene slawische Tänze von Antonin Dvorak sowie "Die diebische Elster" von Gioacchino Rossini.
Am nächsten Tag wurde der Verladehof der Firma Würth mit ganz besonderer Musik beschallt. Bei vielen Besuchern konnte man schon an der Kleidung erkennen, unter welchem Motto der Abend stand: Remember Woodstock - one more day of peace and music. Da durften die gebatikten T-Shirts und Stirnbänder natürlich nicht fehlen. Neben Bands wie Country Joe McDonald, Iron Butterfly und Ten Years After standen auch Canned Heat und Jefferson Starship auf der Bühne. Glücklicherweise lief der Samstag doch nicht ganz woodstocklike ab. Keine der Bands fehlte weil sie am Flughafen festsaß und bei blauem Himmel und über 30° C war auch am Wetter nichts auszusetzen.
Udo Lindenberg Am Sonntag kamen dann die Deutschrock-Fans auf ihre Kosten. Als erstes heizte Klaus Lage mit Hits wie "Wieder Zuhaus" und "1001 Nacht" dem ohnehin schon schwitzenden Publikum ein. Nach einer kurzen Umbaupause war Wolfgang Ambros an der Reihe. "Bins net", "Du bist wia de Wintasunn" und "Schifoan" sind nur ein paar der Songs, bei denen die Besucher mitrockten. Als Highlight des Abends stand Udo Lindenberg auf der Bühne. Begeistert sang das Publikum bei Hits wie Andrea Doria, Hinterm Horizont und Honky Tonky Show mit. Mit dabei war auch ein Kinderchor, die Kurzen Hosen aus Düsseldorf, und einige Udo Lindenberg-Doubles. Special Guest war die Niederländerin Ellen ten Damme, die eine wilde Bühnenshow mit akrobatischen Einlagen darbot.
Das inzwischen neunte Würth Open Air verlief ohne größere Zwischenfälle und manch einer findet es schade, dass jetzt erst wieder ein ganzes Jahr vergehen muss bis das nächste Würth Open Air ansteht.