Künzelsau. Legenden, Chartstürmer und Rockpoeten - alle waren sie zu Gast beim 11. Würth Open Air der Adolf Würth GmbH & Co. KG. Über 9000 Besucher feierten vom 22.-24. Juni Künstler wie Brian Wilson, PUR und Heinz Rudolf Kunze.
Klassisch eröffnet wurde der Festivalreigen von Justus Frantz und der Philharmonie der Nationen. Das Konzert stand ganz im Zeichen der Filmmusik und griff Titel aus Klassikern der Kinogeschichte auf. Die jungen Musiker um Dirigent Frantz ließen aufhorchen mit der "Cavalleria rusticana" von Pietro Mascagni aus dem Mafiafilm "Der Pate" oder dem "Adagio für Streicher" von Samuel Barber aus "Platoon". Richtig krachen ließen es die Künstler mit dem Hauptthema des Komponisten John Williams aus dem Film "Star Wars". Wie in jedem Jahr zeigte sich Justus Frantz sehr publikumsnah und erzählte den Besuchern die eine oder andere Geschichte zu den einzelnen Stücken.
Mit sanften Tönen eröffnete Rockpoet Heinz Rudolf Kunze den Festivalsamstag. Unplugged, zusammen mit dem Kölner Pop-Duo Purple Schulz verzauberte Kunze mit Akustik-Klängen, Keyboard und Percussion die 5000 Besucher. Als danach PUR die Bühne betraten wurde es laut auf dem Verladehof und die Fans fanden kaum ein Halten. Mit Ohrwürmern wie "Abenteuerland" und "Graues Haar" animierte die Bietigheimer-Band das Publikum zum Mitsingen. Als Frontman Hartmut Engler die ersten Takte von "Ich denk an dich" anstimmte, kamen die mitgebrachten Feuerzeuge und Leuchtstäbe des Publikums zum Einsatz und verwandelten den Verladehof in ein Lichtermeer.
Am Sonntag waren Musiklegenden in Gaisbach zu Gast. Den Anfang machte eine Band, die in den sechziger und siebziger Jahren mehr Hits als die Beatles hatten: The Hollies. Gut aufgelegt begeisterten sie mit ihren zeitlosen Titeln wie "The air that I breathe" und "He ain't heavy, he's my brother". Gänsehautstimmung war angesagt als Graham Gouldmann mit seiner Band 10cc die Bühne betrat und sanft "I'm not in love" in die Mikrofone hauchte. Mit einer gewohnt guten musikalischen Qualität präsentierten 10cc aber auch Songs wie "Wall Street Shuffle" und "Art for Arts Sake". Großes Gedränge entstand hinter der Bühne, als Beach Boys-Legende Brian Wilson seinen Auftritt hatte. Sowohl die Hollies als auch 10cc und Heinz Rudolf Kunze wollten sein Konzert miterleben. Wilson feierte mit seiner zehnköpfigen Band The Wondermits dann auch eine große Party auf der Bühne und die Zuschauer feierten mit. Kalifornisches Feeling kam auf, als Wilson "I get around" oder "Wouldn't it be nice" anstimmte, bei "Barbara Ann" und "Good Vibrations" ließen die Zuschauer die Hüften kreisen. Bis spät in den Abend sorgten er und seine Band für ausgelassene Stimmung und einen gelungenen Abschluss des 11. Würth Open Airs.