Würth Open Air History - 1999

Von Freitag, den 2. Juli bis zum Sonntag, den 4. Juli 1999 fand nun bereits zum 3. Mal das Würth Open Air statt. Durch den Erfolg der ersten zwei Open Airs hatte sich das Würth Open Air einen Namen gemacht und lockte damit Künstler aus aller Welt an. So zum Beispiel Gianna Nannini aus Italien, The Brandos aus den USA oder, wie der Name schon vermuten lässt, Austria 3 aus Österreich.

Um den großen Namen der auftretenden Künstler gerecht zu werden, wurde eine größere Bühne als in den vergangenen Jahren errichtet. Aber trotz dieser Erweiterung wurde an der Grundeinstellung des Würth Open Airs festgehalten, alle negativen Aspekte anderer Festivals zu vermeiden.

So hatten auch in diesem Jahr alle Besucher ausreichend Platz ohne Gedrängel, die Warteschlangen für Getränke und Essen waren überschaubar und die Sanitäranlagen blieben sauber, da sie laufend gereinigt wurden. Die 10.000 begeisterten Besucher am gesamten Würth Open Air sind ein Beleg dafür.

Der erste Abend des Würth Open Airs ist für jeden Klassikliebhaber ein einmaliges Erlebnis im gesamten Jahr und so ließen es sich rund 1.500 Besucher nicht entgehen, unter freiem Himmel Platz zu nehmen und Justus Frantz und der Philharmonie der Nationen zu lauschen.

Das in voller Besetzung aus rund 90 junge Musiker aus 28 Nationen bestehende Orchester gab unter der Leitung von Justus Frantz Werke von Wagner, Tschaikowsky, Rossini, Grieg und andere mehr zum Besten.

Der Samstag stand ganz in Zeichen des Rocks und der Frauenpower.

Jule Neigel machte mit ihrer Band den Anfang. Die Deutschrockerin spielte sämtliche Hits, auch von ihrem neusten, viel gelobten Album "Alles" und heizte trotz der bereits brütenden Nachmittagshitze mit ihrem überschäumenden Temperament dem Publikum noch zusätzlich ein.

Die einzigen Männer, die da mithalten konnten waren The Brandos, die mit schnörkellosem Rock das Publikum begeisterten.

Doch die Vorfreude und die Spannung auf den Auftritt von Gianna Nannini, dem Highlight an diesem Tag, lagen spürbar in der Luft. Die italienische Rocklady spielte zusammen mit ihrer Band impulsiv, gefühlvoll und mit viel Biss. Sie überzeugte die knapp 5.000 Besucher an diesem Abend, dass sie ohne Frage ein Star von internationalem Format ist, dessen Stimme live noch eindrucksvoller klingt.

Der Sonntag war besonders für Familien mit Kindern geeignet. Der Eintritt für Kinder betrug nur die Hälfte des normalen Preises und es gab einen Extra-Bereich vor der Bühne für die kleinen Open Air-Besucher. Optimale Voraussetzung also für die rund 3.800 Besucher an diesem Tag, den Auftritt der Prinzen zu erleben und bei Charterfolgen wie "Du musst ein Schwein sein", "Der Mann im Mond" oder "Alles nur geklaut" mitzusingen, was auch kräftig getan wurde.

Von Leipzig ging es dann weiter nach Bayern mit der Spider Murphy Gang, die unter anderem Klassiker wie "Schickeria" oder "Skandal im Sperrbezirk" ablieferten. Die Reise endete danach am letzen Tag des Würth Open Airs musikalisch in Österreich mit Austria 3. Hinter diesen Namen verbergen sich Wolfgang Ambros, Reinhard Fendrich und Georg Danzer. Mit einer großartigen Darbietung all ihrer Hits, sowohl mit rockigen als auch gefühlvollen Tönen gespickt, bildeten sie ein grandioses Finale für das 3. Würth Open Air mit insgesamt weit über 10.000 Besuchern.