Würth-Open-Air 2013

Nach der erfolgreichen Wiederaufnahme des Würth-Open-Air im letzten Jahr, war auch 2013 wieder ein Würth-Open–Air auf die Beine gestellt worden. Der Verladehof des Würth-Firmengeländes hatte sich bereits im Vorjahr als neues Veranstaltungsgelände bewährt. Hier erwartete die insgesamt 5500 Besucher am 21. und 22. Juni kein, wie nach der unsicheren Wetterlage der letzten Wochen befürchteter meteorologischer, sondern musikalischer Sturm: ein Event mit hochkarätiger Besetzung.

Lauer Sommerabend mit romantischen Klängen

Justus Frantz mit seiner Philharmonie der Nationen ist inzwischen schon fester Bestandteil des Kulturprogramms bei Würth. So durfte er natürlich auch beim größten Event des Jahres nicht fehlen und eröffnete am Freitag traditionell das Festivalwochenende mit einem klassisch romantischen Abend.

Die Veranstaltungen des in Künzelsau oft und gern gesehenen Gast sind längst zum Pflichttermin und gesellschaftlichen Ereignis avanciert. Alles was in der Region Rang und Namen hat, zeigt sich hier gerne.

Bei angenehmen 25 Grad startete Frantz mit Romeo und Julia von Tschaikowski. Und so sollte sich das Thema Liebe auch wie ein roter Faden durch den ganzen Abend ziehen.

Da zumeist durch Filmmusik bekannt begeisterte das Programm die 1000 Besucher, Klassikferne und Kenner gleichermaßen; Die Musiker aus vierzig Nationen und fünf Kontinenten zogen sie alle in ihren Bann.

In überraschend wohlklingender Akustik vorgetragen, reichte das vielfältige und abwechslungsreiche Repertoire von Leichtigkeit in Edvard Kriegs „Morgenstimmung“ bis hin zu energiegeladenen „Ungarischen Tänzen“ von Brahms und Dvorák.

Ausverkauft! Fanta 4 treffen den Geschmack eines breiten Publikums

Am Samstagabend durften sich die 4500 Fans bei perfektem Sommerwetter mit 30 Grad im Schatten und ausverkaufter Kulisse auf gleich drei Acts freuen. Denn Smudo, Thomas D, Michi Beck und Produzent And.Ypsilon alias Fanta 4 brachten die beiden Bands Phrasenmäher aus Hildesheim und Susanne Blech aus dem Ruhrgebiet als Verstärkung mit.

Den Anfang machten Phrasenmäher mit einer witzigen Mischung aus Rockgitarren, Ska-Sounds und dreistimmigem Gesang. Die sechs Jungs von Susanne Blech brachten die Menge für den Top-Act des Abends bestens auf Temperatur. Obwohl die meisten die eigenwillige Electro-Pop-Combo mit Talibanbart und Maske noch nicht kannten, war das Publikum begeistert.

Eine spektakuläre Lichtshow und reichlich Bühnen-Action lieferten die Wortspieler mit Sendungsbewusstsein, Fanta 4 als krönenden Abschluss des Würth-Open-Airs. Für die Stuttgarter war der Auftritt in Künzelsau ein Heimspiel. Und obwohl die Band mit ihrer über 20-jährigen Geschichte längst zu den alten Hasen des deutschen Hip Hop gehört, erreichten die vier jede Altersgruppe des Publikums. Die Fans der „ersten Stunde“ freuten sich besonders über den „Picknicker“ und „Die da“, die jüngeren Gäste konnten ihre Textsicherheit bei den neueren Hits wie „Ernten was wir säen“ unter Beweis stellen.